Neues aus der Akademie

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Oder?

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Liebe Leserin, Lieber Leser,

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – oder wie war das?

Wusstet ihr es?


Am 28. März ist RESPEKTIERE-DEINE-KATZE-TAG.

 Und wisst ihr warum es diesen Feiertag gibt? Vermutlich, wie im Link genannt, geht er auf ein Edikt von Richard II., König von England zurück, der an einem 28. März das Verspeisen von Katzen verboten hat. Richtig so, nicht wahr?

Da hier eine Krimikatze mit im Haushalt lebt, ist das selbstverständlich ein wichtiger Feiertag – wenngleich man als Katzendienerin die Katze grundsätzlich täglich respektiert, Ehrensache, miau! Maggie wurde übrigens benannt nach Maggie Abendroth – wer kennt diese Krimiheldin? Und sie ist echt kriminell: Jeden Nachmittag beginnt sie mit ihrer erpresserischen Tätigkeit: Trockenfutter her oder kein Schreiben für mich! Dazu werden meine über die Tastatur sich bewegenden Finger beobachtet, jederzeit mit der Gefahr, dass sie blitzartig zuschlägt.

Ja, so eine ist diese Madame Jekyll & Hyde! Und da gibt die Autorin selbstverständlich nach … zumindest nachdem sie den letzten Gedanken noch schnell in die Tastatur gefetzt – gepfotet? - hat.

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Zum letzten Newsletter erreichten mich einige interessante Antworten, Tenor: ja, Zeit verlangsamen ist ein Thema. Langsamer machen, nicht alles bierernst nehmen, sich weniger stressen. Dinge geschehen lassen. Sich nicht kaputt schuften. Das heißt ja nun nicht, alle Ziele aufzugeben. Aber es heißt sehr wohl, auf die innere Stimme hören, wenn einem was zu viel wird, wann man eine Pause braucht, aufstehen sollte, sich schon sehr verkrampft hat. Ein Lernprozess! Damit kommen wir zum nächsten Thema.

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„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ Wer hat das nicht schon seit der Kindheit gehört?

Erst die Schulaufgaben, Vokabeln lernen, was weiß ich noch erledigen. Dann erst darfst du spielen gehen.

Und bis dahin ist jede Energie verbraucht, und es ist Abend …

Und heute? Auch nicht viel anders, stimmts?

Schreiben ist schön. Also meistens. Oft. Zumindest hast du dich einmal selbst dafür entschieden, zu schreiben. Richtig?

Du wolltest schreiben. Eben.

„Aber erst die Pflichten.“ Oder?

Zeitig aufstehen, Job, mit dem du dein Geld verdienst. Ist Feierabend, will eingekauft sein oder die Fenster sollten dringend geputzt werden. Irgendwas ist ja immer? Und dann ist jede Energie verbraucht und es ist Abend …

Dabei stehen immer noch 15 To-Do‘s auf deiner Liste.

Neun am Abend, Plaudern mit dem Partner. Auch wichitg.

Und wann ist jetzt Zeit zum Schreiben?

Spoiler:

Nie.

Warum?

Dein Kopf ist jetzt müde, richtig?

Daher gilt bei mir die Regel: Zuerst das Vergnügen. Zuerst das Schreiben. Alles, was wir MÜSSEN, macht müde, weil es Pflicht ist. Und weil der Organismus irgendwie denkt, wir MÜSSEN das zum ÜBERLEBEN alles erledigen. Bei mir kommen alle Arten von Dingen, die zu erledigen sind, in mein Journal (ausgehend von der Bulletjournal-Idee, aber ohne Bullets). Da sind sie gut aufgehoben und der Tag kann gut eingeteilt werden.

Überlege einmal in einem ruhigen Moment: Bereitet dir Schreiben Vergnügen? Schreibst du gerne?

Wenn dir Schreiben kein Vergnügen bereitet – finde was Anderes zu tun.

Oder: mache dir wieder bewusst, warum es einmal Vergnügen war.

Dinge ändern sich. Etwas loszulassen oder in eine andere Richtung zu lenken, kann sehr befreiend wirken. Entscheide, ob du weiter schreiben willst!

Wenn du bewusst schreiben willst, dann mache es aus Vergnügen!

Dein Verdienst hängt dran? Das heißt nicht, dass du nicht etwas daran ändern kannst. Es gibt immer einen Weg. Du musst ihn nur finden. Vielleicht ein anderes Thema, ein anderes Genre, die aktuelle Geschichte anders erzählen. Du brauchst einen Halt in deiner Geschichte, den hochemotionalen Grund, warum du sie unbedingt schreiben willst. Weil ein Genre angesagt ist, ist ein schlechter Grund. Weil dir das Buch von Autorin XY gefällt, ist auch nur ein mittelmäßiger Grund.

Folge deinem Herzen, und das Schreiben wird dir wieder viel Vergnügen bereiten! Wetten wir?

Auf Wieder-Lesen! Anni Bürkl

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